Marte Meo – Ein kurzer Einblick in die Methode

Am vergangenen Samstag war ich auf einer Veranstaltung zur Marte-Meo-Methode, das Jugendamt hatte dazu Frau Thiel vom Institut für Entwicklung und Kommunikation eingeladen und schon nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl: „Das ist genau die Haltung, die ich seit über 15 Jahren in meiner Kindertagespflege lebe.“ 

Ich begleite täglich eine Gruppe von U3-Kindern, und vieles von dem, was dort vorgestellt wurde, wende ich intuitiv schon seit Jahren an: feinfühlig auf Signale reagieren, Beziehung an erste Stelle setzen, Orientierung geben, kleine Schritte wertschätzen. 

Die Fortbildung hat mir aber etwas Wichtiges gezeigt: Es gibt ein international anerkanntes Konzept, das genau diese Haltung beschreibt und es tut gut, dafür endlich eine klare Sprache zu haben. 

Was ist Marte Meo? – Wirklich kurz erklärt 

Die Marte-Meo-Methode kommt aus den Niederlanden und wurde von Maria Aarts entwickelt. 

Der Name bedeutet: „Aus eigener Kraft“ 

Und genau darum geht es: Kinder sollen durch gelingende Beziehungsmomente die Möglichkeit bekommen, sich aus eigener Kraft weiterzuentwickeln. 

Im Zentrum stehen: 

  • Blick auf Stärken statt Defizite 
  • positive, unterstützende Kommunikation 
  • feinfühliger, achtsamer Umgang 
  • Orientierung und klare, liebevolle Rahmen 
  • Entwicklungsunterstützung im Alltag, nicht durch Programme 

Typisch für Marte Meo ist die Arbeit mit kurzen Videoaufnahmen, die Alltagssituationen festhalten, damit man sehen kann, was Kindern hilft und wo Erwachsene bereits gute Impulse geben. 

Auf meiner Seite möchte ich Eltern einen ersten kleinen Einblick geben, damit sie verstehen können, warum mir diese Haltung so wichtig ist und wie ich mit den Kindern in meiner Gruppe arbeite. 

Warum Marte Meo so gut zu meiner Kindertagespflege passt 

Viele Elemente der Methode sind Dinge, die meinen pädagogischen Alltag schon immer geprägt haben: 

  • Ich nehme die Gefühle der Kinder ernst. 
  • Ich schaue genau hin, bevor ich reagiere. 
  • Ich begleite statt bewerte. 
  • Ich gebe Orientierung durch klare Abläufe und Rituale. 
  • Ich feiere kleine Entwicklungsschritte. 
  • Ich vertraue darauf, dass jedes Kind seinen eigenen Weg geht. 

Durch die Fortbildung konnte ich viele meiner eigenen Beobachtungen besser einordnen. Für mich war es weniger ein „Neuanfang“ – sondern ein Aha-Moment: Ich arbeite seit Jahren Marte-Meo-orientiert, ohne es zu wissen. 

Was Eltern davon haben – kurz auf den Punkt 

Marte Meo bedeutet für den Familienalltag: 

  • mehr Verständnis statt Stress 
  • mehr Feinfühligkeit statt Reibung 
  • mehr Orientierung statt Machtkämpfe 
  • mehr Fokus auf das, was gelingt 
  • mehr Verbindung 

Ich werde auf familieleicht.de in Zukunft häufiger darüber schreiben, wie diese Haltung konkret im Alltag helfen kann, besonders in schwierigen Situationen, bei starken Gefühlen oder bei alltäglichen Herausforderungen.

Quellenangaben 

Damit klar ist, woher das Konzept stammt und worauf ich mich beziehe, findest du hier die wichtigsten offiziellen Quellen: 

Maria Aarts (Begründerin der Methode) 

  • Marte Meo International: https://www.martemeo.com 
  • Aarts, Maria: Marte Meo – Basic Manual. Eindhoven, Niederlande. 

Übersicht & Hintergrundinformationen 

  • Wikipedia: „Marte Meo“ – https://de.wikipedia.org/wiki/Marte_Meo 
  • Deutsches Marte-Meo-Institut – https://martemeoinstitut.de 
  • Erzieherin.de: Fachartikel zur Marte-Meo-Methode 

Diese Quellen nutzen Fachpersonen weltweit, und darauf stützt sich auch der kurze Überblick, den ich hier auf meiner Seite gebe. 

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