Autor: admin

  • Manche Kinder brauchen einfach ein bißchen mehr Zeit

    Diese Woche beobachte ich in meiner Betreuung wieder etwas, das viele Eltern kennen: 

    Ein Kind spielt gerne für sich. Es schaut lange zu, bevor es sich auf andere Kinder einlässt. Große Gruppen oder viel Trubel können schnell zu viel werden. Und das ist völlig in Ordnung. Gerade bei kleinen Kindern zeigt sich sehr deutlich, wie unterschiedlich Temperamente sein können. Manche Kinder stürzen sich sofort ins Spiel mit anderen, andere brauchen erstmal Abstand, Ruhe und Zeit zum Beobachten. In der frühen Kindheit ist dieses Verhalten absolut normal. 

    Kinder haben unterschiedliche Temperamente 

    Schon sehr kleine Kinder zeigen unterschiedliche Bedürfnisse im sozialen Kontakt. 

    Manche Kinder sind: 

    • sehr kontaktfreudig 
    • neugierig auf andere Kinder 
    • schnell mitten im Gruppengeschehen 

    Andere Kinder sind eher: 

    • vorsichtig 
    • sensibel gegenüber Geräuschen und vielen Reizen 
    • zunächst beobachtend 

    Diese Kinder schauen oft erst einmal zu, bevor sie sich beteiligen. Sie brauchen Zeit, um Situationen einzuschätzen und sich sicher zu fühlen. Das bedeutet nicht, dass sie sozial unsicher sind. Im Gegenteil, Beobachten ist ein wichtiger Teil des Lernens. 

    Spielen alleine ist kein Problem 

    Im U3-Alter ist sogenanntes Allein- oder Parallelspiel völlig normal. Das bedeutet, Kinder spielen nebeneinander, aber noch nicht unbedingt miteinander. 

    Zum Beispiel: 

    • zwei Kinder bauen nebeneinander mit Bausteinen 
    • jedes Kind beschäftigt sich mit seinem eigenen Spiel 
    • trotzdem entsteht Nähe und gemeinsames Lernen 

    Mit zunehmendem Alter entwickeln sich daraus dann immer mehr gemeinsame Spiele. Dieser Prozess braucht einfach Zeit. 

    Warum kleine Gruppen für sensible Kinder so wertvoll sind 

    Gerade für ruhigere oder sensiblere Kinder kann eine kleine Gruppe ein großer Vorteil sein. In der Kindertagespflege betreue ich maximal fünf Kinder gleichzeitig. Dieser Betreuungsschlüssel von 5:1 ermöglicht etwas sehr Wichtiges, ich kann jedes Kind individuell wahrnehmen. 

    Das bedeutet zum Beispiel: 

    • ich sehe, wenn ein Kind gerade eine Pause braucht 
    • ich kann ruhigere Spielangebote schaffen 
    • ich kann kleine Spielgruppen bilden 
    • ich kann Kindern Zeit geben, sich anzunähern 

    In größeren Gruppen mit deutlich mehr Kindern ist das oft schwieriger umzusetzen. 

    Rückzug gehört zur Entwicklung dazu 

    Manche Kinder brauchen zwischendurch einfach einen Moment für sich. Sie kommen dann vielleicht kurz zu mir, beobachten das Spiel oder ziehen sich in eine ruhige Ecke zurück. Das ist kein Problem, sondern eine ganz gesunde Form der Selbstregulation. Viele Kinder tanken so neue Energie und gehen danach wieder ins Spiel zurück. 

    Wie ich solche Kinder begleite 

    Mein Ziel ist es nicht, Kinder zu drängen oder zu verändern. Stattdessen unterstütze ich sie dabei, in ihrem eigenen Tempo soziale Erfahrungen zu machen. Das bedeutet zum Beispiel: 

    • kleine Spielkonstellationen mit zwei oder drei Kindern 
    • ruhige Spielangebote ohne großen Trubel 
    • Zeit zum Beobachten ohne Druck 
    • Sicherheit durch eine verlässliche Bezugsperson 

    Oft entstehen die schönsten Spielmomente genau dann, wenn Kinder selbst entscheiden können, wann sie bereit sind. 

    Jedes Kind entwickelt sich auf seine Weise 

    Kinder brauchen unterschiedliche Dinge, um sich sicher und wohl zu fühlen. Manche brauchen Bewegung und viel Kontakt. Andere brauchen mehr Ruhe, Beobachtung und Zeit. Beides ist völlig normal. Gerade in den ersten Lebensjahren profitieren viele Kinder davon, wenn sie in einer kleinen, überschaubaren Gruppe ankommen dürfen, mit festen Bezugspersonen und viel Raum für ihre individuelle Entwicklung. Und genau dafür bietet die Kindertagespflege einen besonders passenden Rahmen. 

    Quellen & weiterführende Literatur 

    • Largo, Remo H. (2019) Babyjahre. Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren. Piper Verlag. 
    • Deutsches Jugendinstitut (DJI) Kinder in den ersten drei Lebensjahren. Grundlagen für Bildung, Betreuung und Erziehung. Online verfügbar unter: www.dji.de 
    • Viernickel, Susanne / Fuchs-Rechlin, Kirsten (2016) Qualität in der Kindertagesbetreuung. Verlag Herder. 

  • Warum Langeweile für U3-Kinder kein Problem, sondern ein Geschenk ist 

     

    Du sitzt im Raum. Alles ist ruhig. 

    Ein Kind steht vor dem Regal, schaut, greift – und lässt wieder los. 

    Und dann kommt dieser Impuls: 

    Müsste ich jetzt nicht etwas anbieten? 

    Genau hier beginnt Entwicklung. 

    Langeweile ist kein Mangel – sie ist ein Entwicklungsraum 

    Gerade bei U3-Kindern entsteht Selbstregulation nicht durch Daueranimation, sondern durch ruhige Begleitung und innere Reifung. 

    Kinder brauchen: 

    • Zeit 
    • Wiederholung 
    • unverplante Momente 
    • einen sicheren Erwachsenen im Hintergrund 

    Wenn wir jeden Moment strukturieren, nehmen wir ihnen etwas Entscheidendes: die Erfahrung, selbst ins Tun zu kommen. 

    Der Kinderarzt Remo H.Largo beschreibt immer wieder, dass Entwicklung aus dem Kind selbst heraus entsteht – nicht durch ständige Förderung, sondern durch passende Bedingungen. 

    Und passende Bedingungen bedeuten nicht: 

    Programm. 

    Sondern Präsenz. 

    Was in diesen „leeren Momenten“ wirklich passiert 

    Von außen sieht es oft nach „nichts“ aus. 

    Entwicklungspsychologisch passiert sehr viel: 

    • Das Kind reguliert innere Spannung. 
    • Es verarbeitet Reize. 
    • Es sortiert Eindrücke. 
    • Es entwickelt eigene Spielideen. 
    • Es erlebt Selbstwirksamkeit. 

    Der Neurobiologe Gerald Hüther betont, dass Lernen immer dann nachhaltig ist, wenn es aus eigenem Antrieb entsteht – nicht durch äußeren Druck oder permanente Anleitung. Langeweile ist oft nur der Übergang in diesen eigenen Antrieb. 

    „Aber soll ich mein Kind dann einfach machen lassen?“ 

    Nein. 

    Es geht nicht um sich selbst überlassen. Es geht um Co-Regulation statt Dauerbespaßung. 

    In meiner täglichen Arbeit mit U3-Kindern orientiere ich mich unter anderem am Marte-Meo-Konzept und  begleite ich genau solche Momente ganz bewusst.

    Ich bin da. Ich beobachte. Ich greife nicht sofort ein. 

    Wenn ein Kind stockt, spiegele ich vielleicht: 

    „Du schaust dir die Bausteine an.“ 

    „Du überlegst noch.“ 

    Mehr braucht es oft nicht. 

    Der Kinderarzt und Wissenschaftsjournalist Herbert Renz Polsterschreibt in seinen Büchern zur frühen Kindheit, wie wichtig eigenständiges Spiel für die Entwicklung von Selbstständigkeit und innerer Stabilität ist. 

    Kinder lernen: 

    Ich halte das aus. 

    Ich finde eine Lösung. 

    Ich darf scheitern. 

    Gerade heute ist Langeweile wichtiger denn je 

    Unsere Kinder wachsen in einer Welt voller Reize auf: 

    • Geräusche 
    • Bilder 
    • Termine 
    • Medien 

    Selbst wenn wir zu Hause bewusst Medien begrenzen – die Umwelt ist intensiv. 

    Deshalb brauchen Kinder Gegenpole: 

    • Stille 
    • Wiederholung 
    • einfache Materialien 
    • unverplante Zeit 

    Nicht, weil wir nichts anbieten möchten, sondern weil das Gehirn Pausen braucht. 

    💡 Was du konkret im Alltag tun kannst 

    • Räume nicht ständig um oder biete Neues an. 
    • Reduziere Spielmaterial sichtbar. 
    • Warte , bevor du eingreifst. 
    • Benenne Beobachtungen statt Lösungen zu liefern. 
    • Halte kurze „Nicht-Programm-Zeiten“ bewusst aus. 

    Und vielleicht der wichtigste Satz: 

    Du musst dein Kind nicht dauerhaft beschäftigen, um eine gute Mutter oder ein guter Vater zu sein. 

    Ein Blick aus meinem Alltag mit U3-Kindern 

    Ich erlebe es fast täglich, wenn ich nicht sofort eingreife, entsteht oft etwas Eigenes. Ein Tuch wird zur Höhle. Ein Baustein wird zum Telefon. Ein leerer Moment wird zum Anfang einer Idee. Und genau das ist Entwicklung. Nicht perfekt geplant. Sondern gewachsen. 


    Langeweile bei U3-Kindern verstehen – kostenloses PDF-Handout 

    „Oft haben wir das Gefühl, unser Kind müsste ständig beschäftigt sein. Dabei entstehen Entwicklung und Selbstregulation gerade in ruhigen Momenten.“ 

    Damit du besser verstehst, was in diesen scheinbar leeren Zeiten passiert und wie du dein Kind dabei gut begleiten kannst, habe ich eine kompakte Infokarte erstellt. 


    Fazit 

    Langeweile ist kein Entwicklungsdefizit. 

    Sie ist ein Trainingsraum für: 

    • Selbstregulation 
    • Kreativität 
    • Frustrationstoleranz 
    • innere Stabilität 

    Kinder brauchen keine Dauerbespaßung. Sie brauchen uns – ruhig, präsent, zugewandt. Und manchmal brauchen sie einfach Zeit. 

    Selbstregulation beginnt nicht erst in der Trotzphase, sie wächst von Anfang an. Wenn du wissen möchtest, wie du dein Kind auch in den intensiven Gefühlsmomenten später bindungsorientiert begleiten kannst, findest du in meinem E-Book „Gelassen durch die Trotzphase“ vertiefendes Wissen und konkrete Alltagshilfen.

    Quellen & Literatur  

    • Remo H.Largo (2017): Babyjahre. Piper Verlag. 
    • Herbert Renz-Polster (2016): Kinder verstehen. Kösel Verlag. 
    • Gerald Hüther (2012): Jedes Kind ist hochbegabt. Knaus Verlag. 
    • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Materialien zur frühkindlichen Entwicklung, www.bzga.de 

  • Marte Meo – Ein kurzer Einblick in die Methode

    Am vergangenen Samstag war ich auf einer Veranstaltung zur Marte-Meo-Methode, das Jugendamt hatte dazu Frau Thiel vom Institut für Entwicklung und Kommunikation eingeladen und schon nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl: „Das ist genau die Haltung, die ich seit über 15 Jahren in meiner Kindertagespflege lebe.“ 

    Ich begleite täglich eine Gruppe von U3-Kindern, und vieles von dem, was dort vorgestellt wurde, wende ich intuitiv schon seit Jahren an: feinfühlig auf Signale reagieren, Beziehung an erste Stelle setzen, Orientierung geben, kleine Schritte wertschätzen. 

    Die Fortbildung hat mir aber etwas Wichtiges gezeigt: Es gibt ein international anerkanntes Konzept, das genau diese Haltung beschreibt und es tut gut, dafür endlich eine klare Sprache zu haben. 

    Was ist Marte Meo? – Wirklich kurz erklärt 

    Die Marte-Meo-Methode kommt aus den Niederlanden und wurde von Maria Aarts entwickelt. 

    Der Name bedeutet: „Aus eigener Kraft“ 

    Und genau darum geht es: Kinder sollen durch gelingende Beziehungsmomente die Möglichkeit bekommen, sich aus eigener Kraft weiterzuentwickeln. 

    Im Zentrum stehen: 

    • Blick auf Stärken statt Defizite 
    • positive, unterstützende Kommunikation 
    • feinfühliger, achtsamer Umgang 
    • Orientierung und klare, liebevolle Rahmen 
    • Entwicklungsunterstützung im Alltag, nicht durch Programme 

    Typisch für Marte Meo ist die Arbeit mit kurzen Videoaufnahmen, die Alltagssituationen festhalten, damit man sehen kann, was Kindern hilft und wo Erwachsene bereits gute Impulse geben. 

    Auf meiner Seite möchte ich Eltern einen ersten kleinen Einblick geben, damit sie verstehen können, warum mir diese Haltung so wichtig ist und wie ich mit den Kindern in meiner Gruppe arbeite. 

    Warum Marte Meo so gut zu meiner Kindertagespflege passt 

    Viele Elemente der Methode sind Dinge, die meinen pädagogischen Alltag schon immer geprägt haben: 

    • Ich nehme die Gefühle der Kinder ernst. 
    • Ich schaue genau hin, bevor ich reagiere. 
    • Ich begleite statt bewerte. 
    • Ich gebe Orientierung durch klare Abläufe und Rituale. 
    • Ich feiere kleine Entwicklungsschritte. 
    • Ich vertraue darauf, dass jedes Kind seinen eigenen Weg geht. 

    Durch die Fortbildung konnte ich viele meiner eigenen Beobachtungen besser einordnen. Für mich war es weniger ein „Neuanfang“ – sondern ein Aha-Moment: Ich arbeite seit Jahren Marte-Meo-orientiert, ohne es zu wissen. 

    Was Eltern davon haben – kurz auf den Punkt 

    Marte Meo bedeutet für den Familienalltag: 

    • mehr Verständnis statt Stress 
    • mehr Feinfühligkeit statt Reibung 
    • mehr Orientierung statt Machtkämpfe 
    • mehr Fokus auf das, was gelingt 
    • mehr Verbindung 

    Ich werde auf familieleicht.de in Zukunft häufiger darüber schreiben, wie diese Haltung konkret im Alltag helfen kann, besonders in schwierigen Situationen, bei starken Gefühlen oder bei alltäglichen Herausforderungen.

    Quellenangaben 

    Damit klar ist, woher das Konzept stammt und worauf ich mich beziehe, findest du hier die wichtigsten offiziellen Quellen: 

    Maria Aarts (Begründerin der Methode) 

    • Marte Meo International: https://www.martemeo.com 
    • Aarts, Maria: Marte Meo – Basic Manual. Eindhoven, Niederlande. 

    Übersicht & Hintergrundinformationen 

    • Wikipedia: „Marte Meo“ – https://de.wikipedia.org/wiki/Marte_Meo 
    • Deutsches Marte-Meo-Institut – https://martemeoinstitut.de 
    • Erzieherin.de: Fachartikel zur Marte-Meo-Methode 

    Diese Quellen nutzen Fachpersonen weltweit, und darauf stützt sich auch der kurze Überblick, den ich hier auf meiner Seite gebe. 

  • Beziehung vor Erziehung

    Beziehung vor Erziehung

    Warum bewusste Nähe so wichtig bleibt, wenn Kinder größer werden 

    Der Alltag rauscht an uns vorbei.. Zwischen Arbeit, Haushalt, Terminen und dem Versuch, auch mal ein paar Minuten für sich selbst zu finden, bleibt oft das Gefühl: Am Ende des Tages ist kaum noch Zeit übrig. Und doch sind genau diese Momente – kurz vorm Schlafengehen, beim gemeinsamen Essen, auf dem Schulweg – die, die zählen. 

    Ich beobachte meine Tochter jeden Tag. Sie ist jetzt zehn. Ich sehe, wie sie sich verändert, wie sie langsam mehr ihren eigenen Weg geht, wie sie selbstständiger wird. Und ich bin so dankbar, dass sie trotzdem noch diesen kindlichen Funken in sich trägt – das unbeschwerte Lachen, das Spielen, das Kuscheln. 

    Manchmal halte ich inne und denke…bald wird sich unsere Beziehung verändern. Das Kind, das jetzt noch meine Nähe sucht, wird bald ihre eigene Welt entdecken. Und darum möchte ich unsere gemeinsame Zeit bewusst gestalten nicht, indem ich erziehe, sondern indem ich verstehe, begleite und vertraue. 

     Beziehung vor Erziehung 

    „Beziehung vor Erziehung“ bedeutet nicht, dass Kinder keine Orientierung brauchen. Es bedeutet, dass die Verbindung zwischen uns und unseren Kindern das Fundament ist, auf dem alles andere aufbaut. Wenn Kinder sich sicher und angenommen fühlen, sind sie offen für unsere Werte, unsere Grenzen und unsere Lebensweise. 

    Wie Jesper Juul schreibt: 

    „Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen authentische Erwachsene, die bereit sind, in Beziehung zu gehen.“ 

    (Jesper Juul, „Das kompetente Kind“, 1995) 

    Gerade, wenn Kinder größer werden, verändert sich diese Beziehung. Wir müssen lernen, loszulassen, ohne die Bindung zu verlieren. Das ist vielleicht die größte Herausforderung des Elternseins: Nicht nur Kinder werden groß – auch Eltern müssen wachsen, mitgehen, loslassen. 

     Bewusste Beziehung im Alltag 

    • Kleine Inseln schaffen: 10 Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit – ohne Handy, ohne Ablenkung. 
    • Zuhören statt lenken: Wenn dein Kind erzählt, frag nach, ohne sofort zu bewerten oder zu korrigieren. 
    • Rituale behalten: Auch große Kinder lieben vertraute Abläufe – ein gemeinsamer Tee am Abend, eine kurze Umarmung am Morgen. 
    • Vertrauen schenken: Kinder spüren, wenn wir an sie glauben. Lass sie ausprobieren – und sei da, wenn’s mal schiefgeht. 
    • Ehrlich bleiben: Sag ruhig, wenn du traurig bist, dass die Zeit so schnell vergeht. Echtheit verbindet. 

    Eltern müssen loslassen – und bleiben trotzdem wichtig 

    Loslassen bedeutet nicht, dass wir unwichtig werden. Es heißt, dass wir unserem Kind zutrauen, seinen Weg zu gehen – auf dem Fundament, das wir gemeinsam gebaut haben. Unsere Beziehung bleibt – sie verändert nur ihre Form. So, wie Bindungsforscherin Mary Ainsworth es einmal beschrieb: 

    „Verlässliche Bindung ist keine Fessel, sondern eine sichere Basis, von der aus ein Kind die Welt erkunden kann.“ 

    (Mary Ainsworth, „Patterns of Attachment“, 1978) 

    Wenn wir Beziehung vor Erziehung stellen, dann begleiten wir unsere Kinder nicht nur durch die Kindheit – wir geben ihnen Wurzeln und Flügel zugleich.  

    Quellen & Literatur 

    • Jesper Juul (1995): Das kompetente Kind. Reinbek: Rowohlt. 
    • Remo H. Largo (2019): Kindheit – Die wichtigsten Jahre. Piper Verlag. 
    • Mary Ainsworth et al. (1978): Patterns of Attachment: A Psychological Study of the Strange Situation. Lawrence Erlbaum. 
    • Nora Imlau (2020): Mein Familienkompass: Was Eltern und Kinder wirklich brauchen. Kösel Verlag. 
    • Gerald Hüther (2018): Rettet das Spiel!. Hanser Verlag. 
  • Wenn das Elternsein sich schwer anfühlt – und warum du nicht alles allein tragen musst 

    Am Wochenende in Berlin ist dieses Bild entstanden – spontan, im Licht, mit einem blauen Bären im Rücken, der die Arme hebt, als würde er mittragen. 

    In diesem Augenblick fühlte ich, genau darum geht es manchmal beim Elternsein. 

    Wir tragen so vieles: 

    • Die Verantwortung für die Kinder 
    • Die Bedürfnisse unserer Kinder und unsere eigenen 
    • Erwartungen (von außen und von innen) 
    • Emotionen, Sorgen, Zweifel 

    Und ja – manchmal fühlt es sich schwer an. 

    Aber es ist wichtig zu wissen: Du musst nicht alles allein tragen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Mut, Unterstützung anzunehmen. 

    Warum wir oft glauben, wir müssten stark sein — allein 

    Viele von uns haben gelernt: Stärke heißt, sich durchzusetzen, durchzuhalten, „für andere da zu sein“. 

    Die Idee, um Hilfe zu bitten, wirkt manchmal wie ein Eingeständnis von Versagen. 

    Doch in Wahrheit kann es genau das Gegenteil sein: ein Schritt zur Verbindung, zur Leichtigkeit, zur Gesundheit — für dich und deine Familie. 

    Unterstützung und Hilfe – Räume öffnen 

    Hilfe heißt nicht delegieren aus Bequemlichkeit. Hilfe heißt: gemeinsam tragen. 

    Ein paar Wege, wie Unterstützung wirken kann: 

    • Jemand übernimmt mal morgens das Frühstück, während du noch Atem findest 
    • Eine vertraute Freundin hört einfach zu, ohne Ratschläge 
    • Der Partner oder eine andere Person übernimmt Aufgaben, ohne dass du alles kontrollieren musst 
    • Du gibst bewusst ab – und erlaubst dir, loszulassen 

    Diese Räume, in denen du atmen darfst, sind keine Schwächen. Sie sind das Fundament für echte Nähe mit deinen Kindern – wenn dein Herz nicht überlastet ist. 

    Wie du deine Last leichter machen kannst (und dich weniger allein fühlst) 

    Praxis Wirkung / Gedanken 
    Frühes Sprechen / Teilen Offen darüber reden, bevor es zur Überforderung wird 
    Aufgaben abgeben Du musst nicht überall „funktionieren“ 
    Selbstfürsorge ernst nehmen Regenerieren ist nötig, sonst schrumpft deine Kraft 
    Netzwerke aufbauen Andere Eltern, Austausch, Kurse, Gemeinschaften 
    Bewusste Auszeiten Kleine Augenblicke, in denen du dich sammelst 

    Wenn du unterstützt wirst, kannst du mit Liebe, Klarheit und Gelassenheit in die Beziehung mit deinem Kind gehen. Da entsteht Verbundenheit. Da kann Wachstum stattfinden. 

    Wissenschaftliche Perspektive: Achtsamkeit in der Eltern-Kind-Beziehung 

    Wenn wir über Gelassenheit im Familienalltag sprechen, kommen wir an einem Thema kaum vorbei: Achtsamkeit. 

    Im Alltag mit Kindern bedeutet das nicht, ständig ruhig und ausgeglichen zu sein – sondern immer wieder bewusst wahrzunehmen, was gerade ist. 

    Der Begriff „achtsames Elternsein“ beschreibt eine Haltung, in der du deinem Kind mit offener Aufmerksamkeit begegnest, anstatt automatisch zu reagieren. Es geht darum, in schwierigen Momenten innezuhalten, zu atmen, dich selbst zu spüren – und erst dann zu handeln. 

    Fachleute wie Jesper Juul (2017) betonen schon lange, dass Beziehung nur dort wachsen kann, wo Eltern bei sich selbst sind. Wenn du deine eigenen Gefühle und Grenzen erkennst, fällt es leichter, auch das Verhalten deines Kindes mit Verständnis zu sehen. 

    Auch die deutschsprachige Forschung zum sogenannten Mindful Parenting zeigt: Eltern, die regelmäßig Achtsamkeit üben, 

    • reagieren ruhiger und feinfühliger, 
    • erleben weniger Stress, 
    • und können sich besser auf ihr Kind einlassen (Bröning & Brandt, 2022). 

    Das heißt nicht, dass du immer geduldig oder ausgeglichen sein musst. Es geht vielmehr darum, dich selbst wahrzunehmen und freundlich mit dir zu bleiben, auch wenn’s mal chaotisch ist. 

    Denn Kinder spüren, wenn wir mit uns selbst im Kontakt sind – und genau das schenkt ihnen Sicherheit. 

    Achtsames Elternsein beginnt also nicht beim Kind, sondern bei dir. 🌿 

    Quellen 

    • Bröning, S., & Brandt, M. (2022). „Mindful Parenting“ – Achtsamkeit in der Eltern-Kind-Beziehung. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Hogrefe Verlag. 
    • Juul, J. (2017). Aus Erziehung wird Beziehung. Beltz Verlag. 
    • Mierau, S. (2019). Geborgene Kindheit – Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten. Kösel Verlag. 
  • Freund*in oder Elternteil?

    Kennst du das? Dein Kind vertraut dir alles an, ihr seid ein Team, und trotzdem stehst du manchmal vor der Frage: Bin ich eher die beste Freundin, oder die Mama/der Papa, die führt? Dieser Beitrag zeigt, warum Kinder uns als sichere Basis brauchen: nah und klar. 

    Kernbotschaft: Kinder brauchen keine „beste(n) Freund*in“ als Elternteil. Sie brauchen Nähe, plus Orientierung: eine Bezugsperson, die mitfühlt, Verantwortung übernimmt und liebevoll Grenzen hält. 

    Was Kinder wirklich brauchen 

    • Sichere Basis: Kinder erkunden die Welt am mutigsten, wenn sie wissen: „Da ist jemand, der mich hält.“ (Bowlby, 1988; Ainsworth, 1978) 
    • Wärme + Klarheit: Studien zeigen, dass Kinder am besten gedeihen, wenn Eltern warm, aufmerksam und klar in ihren Erwartungen sind (Baumrind, 1991; Steinberg, 2001). 
    • Autonomie, aber passend: Kinder entwickeln Selbstständigkeit, wenn sie passende Wahlmöglichkeiten haben, aber nicht, wenn sie ständig alles allein entscheiden sollen (Deci & Ryan, 2000). 

    Freund*in-Rolle versus Elternrolle 

    Thema „Freundin“-Modus Elternrolle
    (warm + klar) 
    Ziel Gemocht werden Sicherheit & Entwicklung 
    Nähe Hoch Hoch 
    Grenzen Uneinheitlich Klar, vorhersehbar, begründet 
    Führung Oft vermeiden Co-Regulation & Orientierung 
    Wirkung Kurzfristig harmonisch Langfristig stabil & vertrauensvoll 

    Merksatz: Nähe bleibt, weil wir Halt geben, nicht trotz Grenzen, sondern wegen Grenzen. 

    Warum zu viel Mitsprache überfordert 

    Kleinkinder wollen mitreden, aber sie brauchen auch klare Leitplanken. Wenn wir sie bei jeder Entscheidung fragen („Willst du dich anziehen? Willst du jetzt ins Bett? Was essen wir heute?“), führt das zu Überforderung. 

    Kleine Kinder können noch nicht alle Konsequenzen überblicken. Zu viele Wahlmöglichkeiten erzeugen Stress. Sie fühlen sich sicherer, wenn die Großen den Rahmen setzen – und ihnen kleine, passende Entscheidungen geben: 

    • „Magst du die rote oder die blaue Jacke?“ 
    • „Erst die Hose oder erst das T-Shirt?“ 

    So erleben Kinder Selbstständigkeit im geschützten Rahmen. 

    Antiautoritäre Erziehung – wohin führt das? 

    In den 70ern galt es als modern, Kinder ohne feste Regeln aufwachsen zu lassen. Die Idee: totale Freiheit = gesunde Entwicklung. Doch Studien zeigen: Kinder brauchen Orientierung. 

    Wenn Eltern alles dem Kind überlassen, kann das zu Unsicherheit führen: 

    • Kinder testen ständig Grenzen, weil sie Halt suchen. 
    • Sie wirken oft unsicher oder fordernd. 
    • Soziale Regeln sind schwerer verständlich. 

    Ohne klare Orientierung fehlt die „sichere Basis“. Nähe bleibt zwar da, aber Kinder fühlen sich oft allein gelassen mit zu viel Verantwortung. 

    Heute gilt: Autoritativ ist der Weg, also warm, liebevoll und klar. 

    So hältst du liebevoll Grenzen 

    1. Verstehen: „Du willst weiterschauen. Das ist spannend.“ 
    1. Begrenzen: „Jetzt ist Schlafenszeit. Morgen geht es weiter.“ 
    1. Begleiten: „Ich bleibe bei dir, wenn du traurig bist.“ 

    familieleicht Tipps: 

    • Grenzen vorher ankündigen („Nach dieser Folge aus“). 
    • Statt „Wenn du… dann…“: „Ich sehe, du willst X. Und jetzt ist Y dran.“ 
    • Erst Co-Regulation, dann Erklärung. 

    Alters-Check: Was brauchen Kinder? 

    • Kleinkind (1–3): Wenige, klare Regeln. Viele Rituale. Viel Co-Regulation. 
    • Vorschule (4–6): Kleine Wahlmöglichkeiten, Gefühle benennen, Regeln sichtbar machen. 
    • Grundschule (6–10): Erklärungen, Mitsprache, natürliche Folgen erklären. 
    • Tweens/Teens: Mehr Autonomie, mehr Verhandlung, klare Leitplanken bei Sicherheit. 

    Häufige Missverständnisse 

    → „Grenzen machen die Beziehung kaputt.“ 

    Ganz im Gegenteil: Kinder fühlen sich besonders sicher, wenn sie wissen, woran sie sind. Warm und liebevoll gesetzte Grenzen sind keine Mauern, sondern Geländer, die Halt geben. 

    → „Autoritativ = streng.“ 

    Streng klingt nach Härte und Strafe. Autoritativ bedeutet etwas ganz anderes: klar und zugleich warm. Es heißt: Ich sehe dein Gefühl – und ich übernehme Verantwortung für den Rahmen. 

    → „Wenn ich nicht sofort nachgebe, eskaliert alles.“ 

    Ja, manchmal wird es kurz laut oder stürmisch. Aber wenn wir liebevoll dranbleiben, lernt das Kind: Gefühle sind erlaubt, Regeln sind verlässlich, und Mama/Papa bleibt an meiner Seite. 

    Freundin oder Elternteil – was stärkt Bindung wirklich? 

    Kinder brauchen Sicherheit und Vorhersagbarkeit 

      Wenn Eltern ihre Rolle zu sehr in Richtung „Freundin“ verschieben, können Regeln unscharf werden. Forschung zeigt: vorhersehbare, konsistente Regeln fördern sichere Bindung, weil Kinder wissen, woran sie sind. 

      → Quelle: Ainsworth et al. (1978), Patterns of Attachment; Bowlby (1988), A Secure Base. 

      Grenzen verstärken Vertrauen, sie schwächen es nicht 

        Kinder lernen: „Mama/Papa bleibt an meiner Seite, auch wenn ich wütend bin.“ Warm gesetzte Grenzen sind ein Zeichen von verlässlicher Fürsorge, nicht von Strenge. 

        → Quelle: Baumrind (1991), Steinberg (2001), Grolnick & Pomerantz (2009). 

        Zu viel Wahlfreiheit überfordert kleine Kinder 

          Wenn wir Kleinkinder ständig in alles einbeziehen („Willst du ins Bett? Was essen wir? Entscheide du!“), geraten sie leicht unter Druck. Passende kleine Wahlmöglichkeiten fördern Autonomie, aber der Rahmen sollte von den Eltern kommen. 

          → Quelle: Deci & Ryan (2000), Self-Determination Theory; Kuppens & Claes (2019) Review zu Parenting Styles. 

          Nur Freund*in sein kann Kinder unsicher machen 

            Permissive oder antiautoritäre Erziehung (alles laufen lassen) ist in vielen Studien mit geringerer Selbstkontrolle, mehr Verhaltensproblemen und Unsicherheit verbunden. 

            → Quelle: Rohner & Khaleque (2012), Meta-Analysen zu elterlicher Annahme/Ablehnung; Maccoby & Martin (1983); aktuelle Reviews wie Kuppens & Claes (2019). 

            Die Rolle der Bindungsperson ist einzigartig 

              Forschung betont: Eltern übernehmen viele Rollen (Spielpartner:in, Lehrer:in, Trostspender:in). Doch ihre Rolle als Bindungsperson, also „sichere Basis“ ist am stärksten mit der langfristigen sozialen und emotionalen Entwicklung verbunden. 

              → Quelle: Sroufe et al. (2005), Attachment and Development; Harvard Center on the Developing Child (Serve & Return). 

            1. Elternsein heißt: verschiedene Perspektiven vereinen

              Auf dem Bild sieht man es ziemlich gut: Ich sitze da, freundlich und geduldig, aber ein Teil fehlt. Daneben mein Partner, sichtbar nur mit den Beinen, während er sich unter den Kissen versteckt. 

              Genau so fühlt es sich oft im Familienalltag an. Wir bringen unterschiedliche Erinnerungen aus der eigenen Kindheit mit, Werte, die uns geprägt haben, kleine und große Erfahrungen, die unser Denken beeinflussen. Daraus entstehen ganz unterschiedliche Blickwinkel. Was für den einen selbstverständlich ist, wirkt auf den anderen vielleicht völlig fremd. Doch statt nur meine Lösung durchzusetzen oder den anderen außen vor zu lassen, braucht es Zusammenarbeit. Vater- und Mutterblickwinkel sind verschieden und genau darin liegt die Stärke. Gemeinsam finden wir einen Weg, der für alle passt. Elternsein bedeutet nicht, dass immer einer „Recht“ haben muss. Sondern dass wir lernen, uns gegenseitig einzubeziehen, auch wenn es manchmal unbequem ist. 

              Und manchmal wird es noch komplexer. Familie ist nicht immer nur Mama, Papa, Kind. Wenn Eltern getrennt sind, wächst das Netz automatisch, so wie bei uns. Unsere Tochter hat gleich vier Familien. Einmal mich, mit meinem Partner, großem Bruder plus unseren Angehörigen und einmal ihren Papa mit seiner Frau, kleinen Bruder plus deren Angehörigen.  

              Das bedeutet, noch mehr Perspektiven, noch mehr Einfluss, noch mehr Liebe, aber auch die Notwendigkeit, sich einzulassen. Kompromisse zu finden, tolerant zu sein, andere Sichtweisen zu respektieren. Denn nur so entsteht ein Umfeld, in dem Kinder erleben, dass Vielfalt bereichernd sein kann. 

              Am Ende profitieren vor allem unsere Kinder davon. Sie erleben, dass Vielfalt normal ist und dass man trotz Unterschieden als Team stark sein kann. 

            2. Perspektivwechsel. Die Welt mit Kinderaugen sehen.

              Plötzlich stand die Welt Kopf. Zumindest für uns und das fühlte sich ziemlich spannend an. Genau so ist es auch mit unseren Kindern. Sie schauen anders auf die Dinge. Und manchmal dürfen wir uns daran erinnern, unsere Sichtweise zu drehen. 

              Kinder sehen mehr als wir denken 

              Für uns Erwachsene ist vieles selbstverständlich 

              • Schuhe anziehen, bevor wir rausgehen. 
              • Abends eine feste Uhrzeit fürs Schlafengehen. 
              • Ordnung halten, damit alles seinen Platz hat. 

              Kinder hingegen sehen darin oft etwas ganz anderes

              • Barfußlaufen heißt Freiheit. 
              • „Noch ein Buch“ bedeutet Geborgenheit. 
              • Spielsachen mitten im Wohnzimmer machen den Raum lebendig. 

              Wenn wir die Perspektive wechseln 

              Es ist leicht, im Alltag in unserer Erwachsenen-Logik zu bleiben. Aber was passiert, wenn wir kurz innehalten und uns fragen…

              Wie sieht mein Kind das gerade? 

              Vielleicht merken wir dann 

              • Es geht gar nicht um Trotz, sondern um ein Bedürfnis nach Selbstbestimmung. 
              • Es geht nicht um Chaos, sondern um Kreativität. 
              • Es geht nicht um „Spät ins Bett“, sondern um Nähe. 

              Kleine Schritte für mehr Verständnis

              • Geh mal auf Augenhöhe – buchstäblich. 
              • Stell dir die Situation aus Sicht deines Kindes vor. 
              • Frag dich: Wie fühlt sich das für mich an, wenn ich kopfüber hänge, die Welt anders sehe? 
              • Versuch spielerisch mitzudenken, statt nur an Regeln zu erinnern. 

              Fazit 

              Erziehung bedeutet nicht, dass wir Kindern die Welt erklären. Es bedeutet, dass wir die Welt gemeinsam mit ihnen entdecken, mal mit unseren Augen, mal mit ihren. 

            3. Herbstliche Grüße

              Der Herbst ist da, mit bunten Blättern, kühler Luft und ganz viel Gemütlichkeit. Ich finde, diese Jahreszeit lädt uns ein, ein bisschen langsamer zu werden und die kleinen Momente zu genießen. 

              Als kleines Dankeschön habe ich eine herzliche Herbstkarte gestaltet. Du kannst sie dir hier ganz einfach kostenlos herunterladen und ausdrucken. Zum Verschicken, Verschenken oder um dir selbst eine Freude zu machen. 

              Mach es dir gemütlich, schenke ein paar warme Worte und genieße den Herbst.

              Anleitung

              So kannst du deine Herbstkarte herunterladen & drucken 

              Damit du die Karte genauso nutzen kannst, wie es für dich am besten passt, habe ich zwei Versionen vorbereitet: 

              RGB-Version (für Zuhause) 

              • Ideal, wenn du die Karte einfach mit deinem normalen Drucker zuhause ausdrucken möchtest. 
              • Lade die Datei herunter, öffne sie und wähle beim Drucken „Tatsächliche Größe“ oder „100 %“, damit das Format stimmt. 
              • Am besten druckst du auf dickeres Papier (z. B. 200–250 g/m²), dann fühlt sich die Karte stabiler an. 
              • Danach einfach ausschneiden oder mit einem Schneidbrett zuschneiden – fertig ist deine Postkarte. 

              CMYK-Version (für Druckerei/Copyshop) 

              • Diese Datei ist im professionellen Druckformat gespeichert. 
              • Sie eignet sich, wenn du die Karte in einer Online-Druckerei oder im Copyshop bestellen möchtest. 
              • Hier werden die Farben so dargestellt, wie Druckereien sie auch wirklich drucken können. 

              So hast du die Wahl: schnell & unkompliziert zuhause drucken, oder hochwertig bei einer Druckerei. 

            4. E-Book „Gelassen durch die Eingewöhnung“

              Mein neues E-Book

              Die Kita-Eingewöhnung ist für viele Familien ein großes Thema und das nicht nur im August zum Start des neuen Kita-Jahres. Zwar beginnen die meisten Eingewöhnungen direkt nach den Sommerferien, aber in der Realität zieht sich dieser Prozess oft bis in den Herbst hinein. Denn nicht alle Kinder können zeitgleich starten, und jede Familie bringt ihr eigenes Tempo mit. 

              Schon lange bevor die eigentliche Eingewöhnung beginnt, machen sich viele Eltern Gedanken. Wird mein Kind sich wohlfühlen? Wie gehe ich mit meinen eigenen Gefühlen um? Und was können wir tun, damit dieser Übergang sanft gelingt? 

              Genau dafür habe ich das neue E-Book „Gelassen durch die Eingewöhnung“ geschrieben. Es ist ein Ratgeber für alle Eltern, die ihr Kind bindungsorientiert und mit viel Herz in die Kita begleiten möchten ganz egal, ob die Eingewöhnung gerade erst ansteht, schon läuft oder erst in ein paar Monaten beginnt. 

              Im E-Book findest du:  

              • konkrete Tipps für einen liebevollen und sicheren Start 
              • praktische Rituale, die deinem Kind Halt geben 
              • Impulse für dich als Mama oder Papa, damit auch deine Gefühle ihren Platz haben
              • Hintergrundwissen, um dein Kind besser zu verstehen

              Du bekommst das E-Book gratis, wenn du dich für meinen Newsletter einträgst. So verpasst du keine Tipps mehr rund um einen gelassenen Familienalltag und hast dein Exemplar direkt in deinem Postfach. 

              Ich wünsche dir und deinem Kind eine gelassene und schöne Eingewöhnungszeit und ganz viel Vertrauen in euren eigenen Weg.  🤍